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ChemCons Geschichte

Begleiten Sie uns auf eine kleine Reise in die Vergangenheit

ChemCons Geschichte


2017 feierte ChemCon 20-jähriges Firmenjubiläum. Wir laden Sie ein, uns auf einer kleinen Zeitreise zu begleiten: von ChemCons Gründerzeit über die frühen Geschäftsjahre und ChemCon heute bis in die Zukunft!

Die ersten Anfänge

Gründung


ChemCons Wurzeln reichen bis in das Jahr 1992 zurück. An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg arbeitete Doktorand Peter Gockel und später Diplomand Raphael Vogler an der Synthese bioanorganischer Komplexe. Immer wieder grübelten die jungen Chemiker über eine Strategie, ihre Expertise für hochwirksame bioanorganische Wirkstoffe für seltene, lebensrettende Spezialwirkstoffe zu nutzen.

Am 29. Januar 1997 unterzeichneten sie einen Partnervertrag zur Gründung der Beratungsfirma ChemCon (Chemistry with Consulting). Und die Kunden der Pharma- und Biotechnologie Industrie suchten nicht nur Beratung sondern auch Hersteller für Kleinmengen hochwirksamer Spezialwirkstoffe. Kurzentschlossen investierten die beiden Berater 1998 in ein eigenes Reinraumlabor im Biotechnologiepark Freiburg. Unterstützt wurden sie vom Freiburger Gründerverbund und der Initiative Junge Innovatoren.

ChemCons erste Wirkstoffsynthese fand in einem 6 L Dreihalskolben statt. Das Logo erinnert bis heute an dieses erste Projekt. Obwohl die heutigen Produktionskapazitäten 6 L weit überschreiten ist ChemCon bis heute aufgestellt, auch solche Kleinmengen zu produzieren. 1999 eröffnete ChemCon ein Forschungslabor und war in nur zwei Jahren ein voll funktionsfähiger Auftragsentwickler und -hersteller geworden.

Im Jahr 2000 klopfte die US-FDA an die Tür einer sehr jungen ChemCon, die bereits in die USA exportierte, und das Ergebnis ist umwerfend: ChemCon wird Deutschlands jüngstes Unternehmen, dass eine FDA-Inspizierung ohne Mängel besteht. Noch dazu bekam das mit ChemCons Wirkstoff hergestellte Endprodukt des Kunden die schnellste Zulassung eines Krebsmedikamentes in der Geschichte der FDA zum damaligen Stand.

Das Unternehmen wächst

Vom Start-Up zum stabilen Mittelständler


Vom ersten Tag an bis heute ist ChemCons absolute Priorität ein maßgeschneiderter Service für jeden einzelnen Kunden. Schnell merkten die Gründer, dass solch individuelle Anforderungen nur schwer durch Auslagerungen von Aufgaben an externe Dienstleister zu erfüllen waren. 2001 begann ChemCon mit hauseigener Qualitätskontrolle, um den Kunden den bestmöglichen analytischen Service zu bieten. Ein weiterer besonderer Service, den ChemCon schon seit der Gründungszeit aufrecht erhält, ist der individuelle Bau, Umbau oder die Anpassung von kundenspezifischen, fest zugeeigneten Gerätschaften (dedicated equipment). Mit einem Reinraum, einem Forschungslabor, Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung und einer hauseigenen Werkstatt war ChemCon bald in der Lage den Kunden einen vollumfänglichen Komplettservice anzubieten.

In den folgenden Jahren wuchs ChemCon stetig. Die Gründer erweiterten ihr Geschäft der bioanorganischen Chemie um niedermolekulare organische Chemie. Zwischen 2001 und 2004 investierte ChemCon in ein zweites Forschungslabor (2003), zwei weitere Reinräume (2004) und umfangreiche Laborausstattung. 2003 bekam ChemCon außerdem die Zulassung, ein eigenes S2-Mikrobiologielabor zu betreiben.

Im Jahr 2004 wurde ChemCon mit dem L-Bank Award ausgezeichnet, einem Preis für ausgezeichnete Managementqualität. 2008, zehn Jahre nach Aufnahme der Produktion zählte das Team ChemCon 60 Mitarbeiter. Regelmäßige Inspektionen und Kundenaudits gehören zur Tagesordnung, und so wurde ChemCon seit der ersten Inspektion im Jahr 2000 noch viermal von der FDA und zehnmal vom Regierungspräsidium Tübingen inspiziert. 2009 wurde ChemCon zum ersten Mal gemäß ISO 9001 zertifiziert und gewann den STEP Award für die innovative „dedicated equipment“ Strategie.

Ein weltweit aktiver Auftragshersteller

ChemCon heute


Heute ist es schwer vorstellbar, dass ChemCon im Biotechnologiepark auf nur 250 Quadratmetern Labor- und Bürofläche startete. Das 100-Mitarbeiter-starke Unternehmen ist heute der größte, privatgehaltene Betrieb aus der Gründerwelle im Innovationspark Freiburg Ende der 1990er Jahre. Im Zuge des kontinuierlichen Wachstums schafft das Unternehmen am Standort Freiburg stetig neue Arbeitsplätze und ist seit vielen Jahren anerkannter Ausbildungsbetrieb.

2015 investierte ChemCon in einen neuen, hochmodernen Reinraum. Zusätzliche Investitionen in der Abteilung Analytik beinhalten nach ICP-MS (später auch ICP-OES) unter anderem in Gelpermeationschromatographie und Ionenchromatographie. Seit 2016 sind Kunden ChemCons Analytik Dienstleistungen auch als reine Auftragsanalytik (losgelöst von Syntheseprojekte) zugänglich.

ChemCons Fokus sind Nischenprojekte. Nichtsdestotrotz sind ChemCon und Kunden in der hervorragenden Position, dass immer mehr Projekte von Kleinmengen zu mittleren Mengen bis zu einigen hundert Kilogramm pro Jahr wachsen. Um dem Bedarf nach größeren Chargen gerecht zu werden, hat ChemCon 2016 eine eigene Abteilung Verfahrenstechnik geschaffen. Das neue Team kümmert sich um Scale-ups und Prozesssicherheit für größere Chargen. Der Gerätepark wurde um ein Reaktionskalorimeter erweitert. ChemCon hat außerdem die Produktionskapazitäten durch Multifunktionsgeräte und deren Reinigungsvalidierung erweitert, ergänzend zur „dedicated equipment“ Strategie.

2017 erweiterte ChemCon Produktionskapazitäten erneut um einen weiteren Produktionsreinraum und 2018 um ein weiteres Labor für Entwicklung und der Herstellung technischer Chargen. Die hochmoderne Ausstattung ermöglicht zudem einen noch besseren Umgang mit hochpotentem und zytotoxischem Material.

Doch nicht alle Investitionen sind direkt sichtbar. Sicherheit und Umweltschutz genießen höchste Priorität, auch über gesetzliche Vorgaben hinaus. So wird auch „hinter den Kulissen“ kräftig investiert: Jüngste Investitionen sind eine eigene Kälteanlage, verbesserte Schadstofffilteranlagen und zusätzliche Zu- und Abluftanlagen.